Mühlenmuseum Heins’ Mühle

1550 -1600
Vermuteter Erbauungszeitraum durch die Freiherrn von Wentz, Burgmannen zu Sayn, Mühlentyp: Ölmühle

10.12.1759
Verkauf an Freiherr Ludwig Wilhelm Joseph von Boos-Waldeck.

1806 -1813
Umrüstung zur Tabaksmühle wegen der von Frankreich verhängten Kontinentalsperre.

1816
Umbau zur Kornmühle. Die Bezeichnung "Neumühle" entsteht.

1848
Erwerb durch Ludwig Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg.

24.03.1855
Verkauf an Peter Frorath aus Hammerstein.

10.06.1891
Ankauf duch Jacob Hölzgen aus Großholbach.

01.01.1898
Verkauf an Anton Paul Hein aus Seifrodau, der dem Gebäudekomplex das heutig Erscheinungsbild verlieh.

1960
Stillegung der Anlage. Der letzte Eintrag ins Mahlbuch stammt vom 11. April 1961.

April 1964
Verkauf durch die Erben Hein-Marx an Werner Geisbüsch.

03.12.1984
Werner Kleudgen aus Nauort erwirbt das Anwesen.

22.07.1986
Ankauf durch die Stadt Bendorf.

1987
Gründung des Förderkreises "Hein's-Mühle" e.V. zur Erhaltung des Mühlenmuseums.

Mit dem 1983 gefassten Beschluss, die Hein's Mühle in Bendorf-Sayn unter Denkmalschutz zu stellen und dem 1986 erfolgten Ankauf durch die Stadt Bendorf wurden die grundlegenden Voraussetzungen zum Erhalt dieses technisch-historisch wertvollen Mühlenbetriebes geschaffen.
Durch Privatinitiative ortsansässiger Bürger begann bereits kurze Zeit später die Wiederherstellung der vom Verfall bedrohten Anlage.So wurde z.B. das gesamte Mahlwerk zerlegt, repariert und wieder zusammengesetzt und sogar ein neuer Wellbaum eingesetzt. Größere Maßnahmen, wie die Neueindeckung des Daches oder Erneuerung der einsturzgefährdeten Decke über dem Mühlrad, finanzierte die Stadt Bendorf.

Die HEIN'S MÜHLE will jedoch mehr als nur "Museum" sein. Sie soll vor allem jugendlichen Besuchern (z.B. Schulklassen) die Arbeitsweise dieses noch auf handwerklicher Grundlagewirkenden Betriebes näher bringen, aber auch die ehemaligen sozialen Bezüge einer Mühle zur dörflichen Gemeinschaft sowie ihre allgemeine Bedeutung für die Ernährung aller Bevölkerungsschichten veranschaulichen.

Den "Mühlenmännern" steht noch viel Arbeit ins Haus. Noch dringende Sanierungsmaßnahmen müssen durchgeführt werden, so müssen beispielsweise die bergseitige Stützmauer trockengelegt und die gesamte Holzkonstruktion gegen Wurmbefall und Nässe imprägniert werden.