Die Geschichte der Röstöfen
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Auf einem Plateau der Vierwindenhöhe standen die Grubengebäude mit Fördertum. Die Röstöfen waren in den abschüssigen Hang gebaut und über ein Schienennetz mit der Grube verbunden. Zwischen Grubengebäude und Röstöfen befand sich - etwa auf gleicher Höhe der heutigen Aussichtsterrasse des Hotels - eine terassenförmige Anlage, die über eine brückenartige Konstruktion mit dem Fördertum der Röstöfen verbunden war. Über diese Brücke wurden die mit abgebautem Eisenerz gefüllten Loren zum Fördertum geschoben und nach unten zu den Röstöfen befördert. |
| Ein Schienennetz verband Fördertum und Röstöfen miteinander und ermöglichte das Beschicken der Öfen direkt aus der Lore. Beim Rösten sank das Röstgut nach unten und wurde mit Stangen in Loren gezogen, die unterhalb den Korbbogenöffnungen standen. Zwei der Röstöfen hatten Rampen, über die das Röstgut in die Loren rutschte. Über Schienen wurden die Loren zur Verladestelle gefahren und in die Hütten gebracht. Das Rösten ist ein wichtiger Arbeitsschritt in der Aufbereitung des Eisenerzes. Bevor der abgebaute Eisenstein überhaupt in der Hütte schmelzbar ist, muss er auf der Grube aufbereitet werden. Folgende Verfahren wurden angewendet: Nach der Entfernung des tauben Gesteins und der Zerkleinerung des Erzes folgen die Erzwäsche und das Rösten. |
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Die Erzwäsche reinigt das Erz von Ton und Sand, das Rösten befreit es von Schwefel und reichert es mit Sauerstoff an. Dadurch erhöht sich seine Reduktions- fähigkeit, und die Gase im Hochofen können das Erz besser schmelzen. Geröstetes Erz ist aufgelockert, glanzlos und etwa 30 % leichter als abgebautes Erz.Auf der Grube Vierwindenhöhe wurde der Spateisenstein abgebaut, der wegen seines hohen Kohlenstoffgehalts vor der Verhüttung geröstet werden musste. 1724 erschloss der Hüttenbesitzer Arnold Bertram zusammen mit zwei weiteren Mitgewerken die Grube Vierwinden. Ihr Name leitete sich ab von einem handgetriebenen Aufzug - den Winden -, der die Erze an die Oberfläche beförderte. |
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Entscheidend für die Entwicklung der Grube war ihr Verkauf 1728 an Wilhelm Remy, der bereits eine kleine Hütte in Bendorf gekauft hatte. Remy trieb die Förderung der Erze und ihre Verhüttung stark voran und schuf gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches und einflussreiches Familienunternehmen. Über 100 Jahre bestimmten die Remys die wirtschaftliche Entwicklung in Bendorf mit. Als aber 1815 die Preußen ins Rheinland einzogen und die Aufsicht über die Gruben und Hütten übernahmen, bröckelte ihr Einfluss, bis sie 1895 ihr Unternehmen gänzlich auflösten. Mit den Preußen kam die grosse Zeit der Sayner Hütte, der Einzug neuer Techniken und der Kunstguss. Weiter Zurück |
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